Europa Universität Viadrina
Frankfurt (Oder)
Visuelle Anthropologie am
Lehrstuhl für Vergleichende
Kultur- und Sozialanthropologie Europa Universität Viadrina
Frankfurt (Oder)
Universytet Europejski Viadrina
Frankfurt (Oder)

Aktuelle Lehrangebote

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Im Wintersemester 2007/2008

 

1. LEHRANGEBOTE AM LEHRSTUHL FÜR VERGLEICHENDE KULTUR- UND SOZIALANTHROPOLOGIE:

 

Keifenheim, Barbara

Kameragestützte Recherchen zur Grenzproblematik

Recherche und Herstellung eines Films. Teil 1

 

9 ECTS

Seminar: MA, Stadt-Region-Kultur // HS

Donnerstag, 11:00 - 15:00 Uhr, Ort: AM 138, Veranstaltungsbeginn: 18.10.07

MASS, MICS

 

Das Seminar eröffnet ein zweisemestriges Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“, welches die Herstellung studentischer Filmdokumente zum Ziel hat.

Im Wintersemester geht es vor allem um die Themenerarbeitung sowie die theoretische und praktische Anleitung zu kameragestützten Recherchen.

Inhaltlich liegt der Fokus auf Recherche- und Filmthemen zu Problematiken in der deutsch-polnischen Grenzregion.

Im Sommersemester stehen Dreharbeiten und Fertigstellung der Filme auf dem Programm.

 

Hinweise zur Veranstaltung: Teilnahmebegrenzung: 12 TeilnehmerInnen (ausführliche schriftliche Bewerbung erforderlich an anthro@euv-frankfurt-o.de bis zum 17.09.2007)

Leistungsnachweis: Leistungsnachweis Teil 1: Schriftliche Darstellung der kultur- und sozialanthropologisch relevanten Aspekte des gewählten Filmthemas sowie ein Bericht über den Recherchenprozess.

 

 

Callenius, Marie-Ulrike

Menschen vor der Kamera- der Protagonist im Dokumentarfilm

 

BA, Kulturwissenschaften - Vertiefung // GS, Typ A / C

 

Zeitzeugen, Darsteller, Betroffene, Protagonisten... - der Dokumentarfilm nennt eine Vielzahl von Bezeichnungen für seine „Menschen vor der Kamera“.

Mit der Frage nach ihnen wird auf zahlreiche für den Dokumentarfilm relevante Themenfelder verwiesen.

Sind an den Protagonisten die Stränge Authentizität, Inszenierung und Instrumentalisierung geknüpft wie die Fäden an eine Marionette und liegen sie in der Hand des Filmemachers?

Ziel des Seminares ist es, Vorstellungen und Haltungen zu diesem Thema aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Filmschaffender zu untersuchen und selber Positionen zu erproben.

Es wird mit Filmbeispielen, Interviews und Texten gearbeitet.

 

Die Einführungsveranstaltung findet am 1.11. um 16:00 Uhr im GD 102 statt.

Das weitere Seminar wird als Blockseminar an folgenden Tagen stattfinden:

7./8.12.07 im GD 05 und 31./1.1. 08 im AM 02 jeweils von 10-17 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 20.

Anmeldung unter: anthro@euv-frankfurt-o.de bis zum 24.10.07.

 

 

Ohm, Britta

Anthropologie der Visuellen Medien

Einführung in Theorie und Praxis

 

8 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften - Vertiefung // GS, Typ A / C

Freitag, 14-tägig, 11:15 - 15:15 Uhr, Ort: wird noch bekannt gegeben

Vorbesprechung: 19.10.07, 11:15-13:45 Uhr

 

Der Kurs stellt eine leicht abgewandelte Form des gleichnamigen Blockseminars vom Sommersemester dar.

Wir wollen uns auch hier damit befassen, was es bedeutet, eine Anthropologie der visuellen (und zunehmend visualisierten) Medien zu betreiben – im Unterschied und in Ergänzung zu einer Visuellen Anthropologie, die die Kamera als Instrument der Ethnographie einsetzt.

Im Zuge einer global medialisierten Umwelt gewinnt die Frage danach, inwieweit sich klassische anthropologische Konzepte und Theorien auf das Feld der visuellen Medien übertragen lassen, stark an Bedeutung.

Welche Implikationen hat die Verbreitung visueller Medien für die Herstellung und Identifizierung anthropologischer Felder?

Inwieweit lassen sich „Medien“ heute überhaupt noch von der „Realität“ trennen, und welche interdisziplinären Anforderungen ergeben sich daraus?

In diesem Grenzbereich wollen wir uns sowohl theoretisch als auch praktisch bewegen, d.h. es wird zum einen um eine intensive Textlektüre und zum anderen um praktische kleinere Feldforschungen gehen, die sich aufeinander beziehen.

Teilnahmeinteressierte werden gebeten, sich schon im Vorfeld Gedanken zu machen, ob sie lieber Text- oder „Feldarbeit“ machen möchten, sich ggf. ein zugängliches kleines Feld der Medienproduktion/-rezeption zu überlegen und dies in Ihrem letter of motivation kurz zu erläutern (an ohm@zedat.fu-berlin.de, bitte nicht vor dem 01. September!).

Eine Exkursion zu Deutsche Welle TV, Berlin, ist für alle regelmäßigen TeilnehmerInnen vorgesehen.

 

Literatur: Rothenbuhler, Eric/Coman, Mihai (eds.), 2005, Media Anthropology. New Delhi/London/ Thousand Oaks: Sage Publications; Ginsburg, Faye/Abu-Lughod, Lila/Larkin, Brian (eds.) Media Worlds: Anthropology on New Terrrain. Berkeley: University of California Press.

Teilnahmevoraussetzungen: gute textliche Englischkenntnisse, kurzer letter of motivation.

Hinweise zur Veranstaltung: Reader und Seminarplan ab dem 08.10. bei Frau Gittner/Kopierfritze

Leistungsnachweis: aktive und regelmäßige Teilnahme, Kurzreferat/Feldbericht plus Hausarbeit

 

 

 

2. INTERESSANTE LEHRANGEBOTE DER KULTURWISSENSCHAFTLICHEN FAKULTÄT:

 

Åkervall, Lisa

Post-Mortem-Kino

 

8 ECTS

Seminar: BA, Literaturwissenschaften-Vertiefung // GS, Typ B

Donnerstag, 14-tägig, 14:15 - 17:45 Uhr, Ort: AM 105

Veranstaltungsbeginn: 18.10.07

 

Das zeitgenössische Kino beschäftigt sich zunehmend mit Themen des Lebens, des Überlebens und des Todes.

Die Protagonisten dieses Kinos sind häufig Untote oder Grenzgestalten, die sich auf der Schwelle zwischen Leben und Tod ansiedeln.

Dieses Post-Mortem-Kino zeichnet sich insbesondere durch eine paradoxe Form von Zeitlichkeit, Erzählung und Erfahrung aus.

Die Filme laufen oft in wiederholungszwangsartigen Schleifen oder zentrieren sich um einen traumatischen Punkt in der Vergangenheit.

Zentrale Themen sind dabei der Gedächtnisverlust (Memento von Christopher Nolan, Mullholland Drive von David Lynch), die Heimsuchung (Silence of the Lambs von Jonathan Demme, Caché von Michael Haneke) und die Figur des Untoten (The Others von Alejandro Amenábar, Donnie Darko von Richard Kelley).

Das Seminar will sich dem Phänomen des Post-Mortem-Kinos vor der Folie der Heimsuchung und des Traumas widmen und nach Verschiebungen des Begriffs der Erzählung und Erfahrung im Film fragen.

Anhand ausgewählter Filme soll unter Einbeziehung von Texten von Thomas Elsaesser, Slavoj Žižek, Susannah Radstone, David Bordwell und anderen diesen Fragen nachgegangen werden.

 

Literatur: wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben

Teilnahmevoraussetzungen: Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an Seminar und Filmsichtung

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit

 

 

Dornhof, Dorothea

Visuelle Politik

Interdependezen, kulturelle Differenz und mediale Genderkonstruktionen

 

9 ECTS

Seminar: MA, Graduiertenstudium, Wissen-Kommunikation-Gesellschaft // HS

Mittwoch, 14:15 - 15:45 Uhr, Ort: AM 104

Veranstaltungsbeginn: 17.10.07

MICS, MES

 

Mit zunehmender Globalisierung der Bilder entstehen neue Formen visueller Politik, die geschlechtliche und kulturelle Differenzen, ethnische und soziale Diversität und Integration hervorbringen und reproduzieren.

Mit Konzepten von visual culture, postcolonial theory und Migrationsforschung soll an Beispielen aktueller Bildproduktion – Bilder neuer Kriege und Staaten, „Digital Beauties“ des Internets, Körperbilder im Bereich der Wissenschaft und der Populärkultur – gezeigt werden, wie Bildkompetenz für die Erschließung und Analyse visuellen Materials und für die kritische Reflexion von Differenzen unabdingbar ist.

Wie werden gesellschaftliche Diversität und soziokulturelle Veränderungen in medialen Machtdiskursen aufgegriffen, interpretiert, legitimiert?

Wie zirkulieren ethnische und geschlechtliche Vielfalt in den Medien und wie werden Konzepte von Inklusion und Exklusion, Integration und Desintegration sichtbar?

In der Reflexion von Phänomen gesellschaftlichen Wandels, die oft im Widerspruch zu geltenden Gleichheitsansprüchen moderner Gesellschaften stehen, werden Interdependenzen von Bildwelten in verschiedenen Medien ebenso berücksichtigt, wie die interdependenten Kategorien Geschlecht, Ethnizität, Klasse und Sexualität.

 

Literatur: Bartetzky, Arnold/Dimitriewa, Marina/Troebst, Stefan (Hg.): Neue Staaten – Neue Bilder? Visuelle Kultur im Dienst staatlicher Selbstdarstellung in Zentral- und Osteuropa seit 1918. Köln 2005, Braun, Christina von et al (Hg.) Holy War and Gender. „Gotteskrieg“ und Geschlecht. Münster/Berlin 2006, Wulf, Christoph/Poulain, Jacques/Triti, Fathi (Hg.): Europäisch und islamisch geprägte Länder im Dialog. Gewalt, Religion und interkulturelle Verständigung. Berlin 2006.

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit

 

 

Konitzer, Werner

Film und Gefühle

 

8 ECTS

Seminar: MA, Wissen-Kommunikation-Gesellschaft // HS

Blockseminar, Ort: GD 102

Veranstaltungsbeginn: 18.10.07

 

Das Verhältnis von Affekten, Emotionen, Stimmungen und Film ist in jüngster Zeit erneut Gegenstand filmtheoretischer Betrachtungen geworden.

Das Seminar soll sich zum einen mit philosophischer Literatur zur Analyse von Affekten, Stimmungen und Gefühlen befassen, andererseits anhand ausgesuchter Beispiele die filmische Kommunikation von Gefühlen untersuchen.

Darüberhinaus sollen Filme selbst als Abhändlungen über das Verhältnis von Film und Gefühl herangezogen werden, so zum Beispiel Alexander Kluges „Die Macht der Gefühle“.

 

Literatur: Richard Wollheim, Emotionen, eine Philosophie der Gefühle, Beck, München, 2001;

Adam Smith, Theorie der ethischen Gefühle, Neuaufl. Hamburg 1994;

Werner Konitzer; Sprachkrise und Verbildlichung, Würzburg 1994, S. 182- 243;

Kinogefühle: Emotionalität und Film, Hrsg. Matthias Brütsch, Schüren 2005, Gilles Deleuze: Kino 1, Frankf./Main 1991. Darin: Das Affektbild; Mit allen Sinnen, Gefühl und Empfindung im Kino, Hrsg. Susanne Marschall, Schüren 2006,

Alexander Kluge, Die Macht der Gefühle, DVD; dazu das Beibuch. Alexander Kluge: Chronik der Gefühle, Frankf/.Main.

Hinweise zur Veranstaltung: Eine ausführlichere Literaturliste schicke ich auf Nachfrage gerne zu; Referatsthemen sollten mit mir bis spätestens etwa einen Monat vor Seminarbeginn abgesprochen werden. Tel: 069 40562337

Hinweise zum Blockseminar: 17.- 21.12.07; 9:00-18:00, evtl. eine fakultative Blockphase

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit

 

 

Lanza, Giovanni

Erzählung, Wirklichkeit und Tabuverletzung im Film

 

Seminar: BA, Linguistik-Vertiefung / Literaturwissenschaften-Vertiefung // GS, Typ B / HS, Historizität und Medialität

Blockseminar

www.giovanni-lanza.de

 

Ansätze der Erzähltheorie und der Filmsemiotik, sowie die Problematik der Tabuverletzung durch den Film stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Insbesondere die Peircesche Typologie Ikon-Index-Symbol erweist sich als entscheidend für die Betrachtung der Art und Weise, wie der Film erzählt und dabei die Wirklichkeit darstellt und interpretiert.

 

Hinweise zur Veranstaltung: Siehe hier

Hinweise zum Blockseminar: Alle Angaben – Datum der Einführungs-Sitzung, Raum, Uhrzeit, weitere Termine usw. - werden auf meiner Homepage erscheinen.

Leistungsnachweis: Hausarbeit

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Im Sommersemester 2007

 

Rolf Husmann

Vom Piz Palü zu den Nuba. Ethik, Ästhetik und Menschen-Bild in Leni Riefenstahls Werk

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B, 8 ECTS
Blockseminar, Vorbesprechung: 26.04.06 (17-20 Uhr, Ort: HG 162)

 

Leni Riefenstahl (1902-2003) gehört zu den einflussreichsten Bildproduzenten des 20. Jahrhunderts, sei es als Filmemacherin oder als Fotografin.

Vom Spielfilm der 20er Jahre (z.B. „Die Weiße Hölle vom Piz Palü“) über ihre Dokumentarfilme im Dritten Reich bis hin zu weltberühmten Fotobänden über die Nuba im Sudan in den 60er und 70er Jahren hat sie im Bereich Bildmedien ästhetische Normen gesetzt.

Sie war einerseits, besonders wegen ihrer Verflechtungen im Dritten Reich, scharfer Kritik ausgesetzt, wurde andererseits wegen ihrer Filme und Fotos gefeiert.

Das Seminar soll Riefenstahls Leben und Werk behandeln und sich dabei auf Fragen nach Riefenstahls Ethik bei der Bildproduktion sowie ihrer Ästhetik und des daraus resultierenden Bilds des Menschen konzentrieren.

Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern sich Riefenstahls Menschen-Bild in ihren Arbeiten im Laufe ihres Schaffens verändert. Im Zentrum des Seminars stehen jeweils ausgewählte Filme, die am Vorabend universitäts-öffentlich gezeigt, und am folgenden Tag in den Seminarsitzungen, zusammen mit biographischen Details, näher analysiert werden.

 

Leistungsnachweis: Hausarbeit

 

Hinweise zur Veranstaltung: Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt. Anmeldung im HG 250 Frau Gittner oder unter anthro@europa-uni.de.

 

Hinweise zum Blockseminar:

26.04.07 Einführung von 17-20 Uhr HG 162

27.04.07 Seminar von 9-11 Uhr AM 03

10.05.07 Filmvorführung 19-21 Uhr AM 104

11.05.07 Seminar von 9-11 Uhr AM 104

24.05.07 Filmvorführung 19-21 Uhr AM 03

25.05.07 Seminar von 9-13 Uhr AM 03

14.06.07 Filmvorführung 19-21 Uhr GD Hs 08

15.06.07 Seminar von 9-13 Uhr GD 05

 

 

Barbara Keifenheim

Kameragestützte Recherchen zur Grenzproblematik
Recherche und Herstellung eines Films Teil II

9 ECTS

MA, Sozialwissenschaften / Stadt - Region - Kultur // HS

Donnerstag, 11:15 – 14:45 Uhr, Ort: AM 138, Achtung veränderter Veranstaltungsbeginn: 19.04.07

MASS, MICSS

 

Im Sommersemester werden die Recherchen- und Filmteams des Winter-Seminars ihre in der polnisch-deutschen Grenzregion begonnenen Arbeiten in doppelter Form zum Abschluss bringen.

Einerseits geht es jeweils um die Fertigstellung eines Dokumentarfilms, andererseits werden die Ergebnisse der qualitativen Recherchen in einem schriftlichen Bericht vorgestellt und reflektiert.

 

Hinweise zur Veranstaltung: Es können keine neuen TeilnehmerInnen aufgenommen werden. InteressentInnen haben die Möglichkeit, sich für das im WS neu startende zweisemestrige Programm zu bewerben unter anthro@europa-uni.de.

 

 

Britta Ohm

Anthropologie der Visuellen Medien

Einführung in Theorie und Praxis

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B

Blockseminar, Vorbesprechung: 25.04.07 (12-14 Uhr) GD 102

 

Was tun wir, wenn wir uns mit Bildern in der anthropologischen Forschung beschäftigen?

Welchen Stellenwert haben Bilder in der Ethnographie?

Was bedeutet es, eine Anthropologie der visuellen Medien zu betreiben?

Beschreibt dies eine einfache Übertragung anthropologischer Konzepte und Theorien auf das Feld der visuellen Medien oder eine grundsätzliche Revision anthropologischer Grundannahmen?

Welche Implikationen hat die Verbreitung visueller Medien – und die Visualisierung der Medien selbst - für die Herstellung und Identifizierung anthropologischer Felder?

Inwieweit lassen sich Medien heute überhaupt noch von der ‚Realität’ trennen, und welche interdisziplinären Anforderungen ergeben sich daraus?

Welche Bereiche der Medienanthropologie lassen sich unterscheiden, wie wirken sie zusammen, und welche Auswirkungen haben diese auf wissenschaftliche Wahrnehmung und ethnographische Forschung im globalen, nationalen, und lokalen, sowie im technologischen und kommerziellen Kontext?

Diesen und weiterführenden Fragen wollen wir uns in diesem Seminar theoretisch, vor allem aber auch praktisch in ausgewählten ethnographischen Feldern (aktive und passive Mediennutzung im privaten Raum, in organisierten oder nicht-organisierten Gruppen, evtl. in professioneller Fernsehproduktion) annähern.

Der Kurs richtet sich an Student/Innen mit geringem Vorwissen und viel Neugier.

 

Literatur:

Rothenbuhler, Eric / Coman, Mihai (Edit.): 2005. Media Anthropology.

New Delhi/London/Thousand Oaks: Sage.

Ginsburg, Faye / Abu-Lughod, Lila / Larkin, Brian (Edit.): 2002. Media Worlds: Anthropology on New Terrain.

Berkeley: University of California Press.

 

Teilnahmevoraussetzungen: gute (textliche) Englischkenntnisse

Hinweise zur Veranstaltung: Reader und Seminarplan sind ab dem 18.04.07 beim Kopier-Fritze erhältlich

Hinweise zum Blockseminar: Vorbesprechung 25.04.07 (12-14 Uhr GD 102).

Blöcke: jeweils 11-16 Uhr

18./19.05. 11-16 Uhr AM 02

01./02.06. 11-16 Uhr AM 202

22./23.06. 11-16 Uhr AM 202

06./07.07. 11-16 Uhr HG 162

Leistungsnachweis: Kurzreferat (Feldbericht) plus Hausarbeit

 

 

Barbara Wohlbert

Photographie, Migration und Lokalität

9 ECTS

Seminar: MA, Soziale Bewegungen - Institutionen - Kulturelle Orientierungen // HS, MASS, MICS

Blockseminar, Ort: Einführung am 16.04.07 von 11-13 Uhr im AM 02

 

In diesem Kurs im Schnittfeld von Visueller Anthropologie, Anthropologie der Medien und Migrationsforschung geht es um ein intrinsisches Moment der Photographie – um die Möglichkeit, mit der Photographie, Abwesendes präsent zu machen – “rendre present l’absent” (Régis Débray).

Thema des Seminar ist es, genauer zu untersuchen, wie dieses mediale Potential im Migrationskontext zum Tragen kommt.

Mit dem Blick auf Praktiken visueller Kommunikation von Migranten diskutieren wir, wie über Photos und deren Gebrauch Zugehörigkeit hergestellt wird und wie die Photographie zur Schaffung von Lokalität - zur ‘production of locality’ (Appadurai) - eingesetzt wird.

Dieser Kurs stützt sich auf die Analyse von Bildern, auf die Diskussion theoretischer Texte und auf studentische Fallstudien, die wiederum Familienfotos (i.w.S.) und deren sozialen Gebrauch thematisieren.

Intensive Kurzzeitfeldforschungen, die mit dem Studium der Literatur verbunden werden, sind Grundlage der Hausarbeit, die im Verlauf des Semesters anzufertigen ist.

 

Literatur:

Die verbindliche Seminarlektüre (Texte von Arjun Appadurai, Roland Barthes, John Berger, Pierre Bourdieu, Victor Burgin, Richard Chalfen, Marianne Hirsch, Annette Kuhn u.a.) wird ab Mo, 16.04. in der Bibliothek (Semesterapparat) einzusehen und als Reader beim „Kopier-Fritzen“ erhältlich sein.

Neben der Lektüre werden wir private Fotos, Pressefotos, Buchillustrationen, Abbildungen in Ausstellungskatalogen, Werbefotos und Bilder aus dem Internet sowie Videos benutzen.

Diese Bilder sind zum Teil in dem o.g. Reader zu finden, zum Teil werden sie von der Seminarleiterin und den Teilnehmern/innen zu einzelnen Lehreinheiten mitgebracht.

Hinweise zur Veranstaltung:

Die Veranstaltung ist auf 25 TN begrenzt. Semesterplan und Anmeldung unter anthro@europa-uni.de sind bei Frau Gittner (HG Raum 250) zu erhalten.

Einführung und fünf Blöcke einschließlich einer obligatorischen Einzelbesprechung mit der Seminarleiterin; weitere Sprechstundentermine nach Verabredung.

Hinweise zum Blockseminar:

Einführung: 16.04.07 (11-13 Uhr). AM 02

5 Blöcke:

23.04. AM 02, 07.05. GD 102, 14.05. GD 102, 21.05. GD 102 und 09.07. AM 02(jeweils von 11-18 Uhr mit einer Mittagspause von 13-14 Uhr)..

Leistungsnachweis:

Die Benotung des Seminarscheins setzt sich zusammen aus: a) schriftlichen Arbeiten, insges. 15-18 Seiten (Ein Kurzessay, 2-3 Seiten und eine Hausarbeit, 13-15 Seiten): 60%; b) mündlichen Kurzpräsentationen (ein Kommentar zur Seminarliteratur, Vorstellung Vorstellung der eigenen Arbeitsergebnisse): 20%; c) Beteiligung an der Seminardiskussion: 20%; d) der Arbeit an einem Studien-/Forschungstagebuch (auf freiwilliger Basis): Sonderkredit (-0.5 von der Gesamtnote).

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Im Wintersemester 2006/2007

 

Barbara Keifenheim

Kameragestützte Recherchen zur Grenzproblematik: Einführung in die Methoden und Techniken der visuellen Anthropologie

9 ECTS

Seminar: MA, Sozialwissenschaften / Stadt – Region – Kultur // HS

Mittwoch, 11:15 - 14:45 Uhr, Ort: AM 138, Veranstaltungsbeginn: 18.10.06

MICS / MSS

 

Das Seminar eröffnet ein zweisemestriges Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“, welches die Herstellung studentischer Filmdokumente zum Ziel hat.

Im Wintersemester geht es vor allem um die Themenerarbeitung sowie die theoretische und praktische Anleitung zu kameragestützten Recherchen.

Inhaltlich liegt der Fokus auf Recherche- und Filmthemen zu Problematiken in der deutsch-polnischen Grenzregion. Im Sommersemester stehen Dreharbeiten und Fertigstellung der Filme auf dem Programm.

 

Leistungsnachweis (Teil 1 / Wintersemester): Schriftliche Darstellung der kultur- und sozialanthropologisch relevanten Aspekte des gewählten Filmthemas sowie ein Bericht über den Recherchenprozess.

Hinweise zur Veranstaltung: Teilnahme am gesamten Schwerpunktprogramm, möglichst Grundkenntnisse im Umgang mit Videokameras und die Bereitschaft, sich auf ein äußerst zeitaufwendiges (!) Projekt einzulassen.

Teilnahmebegrenzung: 12 TeilnehmerInnen (schriftliche Bewerbung erforderlich)

 

 

Manfred Krüger

Einführung in die Kamera-, Ton- und Schnittechnik

4 ECTS

Seminar: BA/MA, Praxisrelevante Fertigkeiten // GS Typ C / HS, Übung

Blockseminar

 

Das Seminar bietet eine gründliche technische Einführung und soll die TeilnehmerInnen befähigen, eigenständig filmische Dokumentationen zu erstellen.

 

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar ist Teil des Projektseminars „Kameragestützte Recherchen zur Grenzproblematik“ von Prof. Barbara Keifenheim und steht anderen Studierenden leider nicht offen. Das Seminar ist auf maximal 12 TeilnehmerInnen beschränkt. Anmeldung bitte bei Frau Gittner, HG 250 oder unter anthro@euv-frankfurt-o.de.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme und Herstellung eines 3-minütigen Übungsfilms.

Hinweise zur Veranstaltung: nach zwei einführenden Sitzungen wird der Kurs als Blockseminar weitergeführt

Hinweise zum Blockseminar: Nach zwei einführenden Sitzungen Fortführung als Blockseminar November/Dezember, Termine bei der Vorbesprechung am 18.10.06 (11 - 13 Uhr).

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit

 

 

Der folgende Kurs entfällt leider:

Britta Ohm

Visuelle Anthropologie und Anthropologie der Medien - Einführung in Theorie und Praxis

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B

Blockseminar, Veranstaltungsbeginn: 01.11.06

 

Was tun wir, wenn wir uns mit Bildern in der anthropologischen Forschung beschäftigen?

Welchen Stellenwert haben Bilder in der Ethnographie?

Was bedeutet es, ‘visuelle Anthropologie’ zu betreiben?

Beschreibt das eine Anthropologie des Visuellen oder die Herstellung des Visuellen mit anthropologischen Mitteln?

Wie sehen diese aus?

Und wo bestehen Grenzen und Überschneidungen mit dem, was wir ‘Medienanthropologie’ oder eine Anthropologie der visuellen Medien nennen?

Welche Aspekte sind hier von Bedeutung, die für eine visuelle Anthropologie weniger wichtig sind?

Und welche Rolle spielen Massenmedien und digitale Medien in diesem Kontext?

Diesen und weiterführenden Fragen wollen wir uns in diesem Seminar theoretisch, vor allem aber praktisch in ausgewählten ethnographischen Feldern in und um Frankfurt (und evtl. Berlin) annähern.

Der Kurs richtet sich an Student/Innen mit geringem Vorwissen und viel Neugier.

Aufgrund der starken Auslastung der technischen Mittel des Fachbereichs ist das Einbringen eigener Medien (Mobiltelefone mit Kamerafunktion, Mini DV-Kameras) hochwillkommen (allerdings keine Bedingung).

Bitte bewerben Sie sich mit einem kurzen letter of motivation, in dem Sie Ihre Interessensschwerpunkte und evtl. Vorkenntnisse (Feldforschungsseminar o.ä., praktischer Umgang mit Medien) darlegen, einzureichen per e-mail an ohm@zedat.fu-berlin.de ab dem 01.10.06.

 

Literatur: MURDOCK, GRAHAM, AND SARAH PINK. 2005. “Picturing Practices: Visual Anthropology and Media Ethnography,” in Media Anthropology. Edited by Eric W. Rothenbuhler and Mihai Coman, pp. 149-161. New Delhi/London/Thousand Oaks: Sage; EL GUINDI, FADWA. 2004. Visual Anthropology. Essential Method and Theory, AltaMira Press; GINSBURG, FAYE D., LILA ABU-LUGHOD, AND BRIAN LARKIN. EDITORS. 2002. Media Worlds: Anthropology on New Terrain. Berkeley: University of California Press.

Teilnahmevoraussetzungen: gute (textliche) Englischkenntnisse

Hinweise zur Veranstaltung: Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt. Reader und Seminarplan sind ab 16.10.06 bei Frau Gittner erhältlich.

Hinweise zum Blockseminar: Vorbesprechung: Mi., 01.11.06 (12 Uhr). 4 weitere Freitags/Sammstags-Blöcke: 01./02.12.06; 15./16.12.06 ; 12./13.01.07; 26./27.01.07 (immer ca. 11 - 16 Uhr).

Leistungsnachweis: Kurzreferat plus Hausarbeit oder praktische Arbeit

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Im Sommersemester 2006

 

Barbara Keifenheim

Filmprojektentwicklung. Recherche und Herstellung eines Films. Teil 2

9 ECTS

Seminar: MA, Stadt – Region – Kultur // HS

Blockseminar, Ort: AM 138

 

Im Sommersemester werden die TeilnehmerInnen ihre im Wintersemester begonnen Recherchen- und Filmprojekte in doppelter Form zum Abschluss bringen.

Einerseits geht es um die Fertigstellung eines Dokumentarfilms, andererseits werden die Ergebnisse der qualitativen Recherchen in einem schriftlichen Bericht vorgestellt und reflektiert.

Die Debatte um das Verhältnis von Bild- und Textproduktion soll einen thematischen Schwerpunkt bilden.

Ein weiterer Bestandteil des Seminars ist die Fortsetzung eines Workshops, der im WS zusammen mit Studierenden der Adam Mickiewicz Universität in Poznan durchgeführt wurde.

 

Teilnahmevoraussetzungen: Es können keine neuen TeilnehmerInnen aufgenommen werden. InteressentInnen haben die Möglichkeit, sich für das im WS neu startende zweisemestrige Programm zu bewerben. (e-mail: anthro@euv-frankfurt-o.de)

Hinweise zum Blockseminar: Termine werden gemeinsam abgesprochen.

 

 

Manfred Krüger

Einführung in Kamera-, Ton- und Schnittechnik

4 bzw. 8 ECTS

Seminar: BA/MA, Praxisrelevante Fertigkeiten// HS Übung

Blockseminar, Ort : AM 138

 

Das Seminar bietet eine gründliche technische Einführung und soll TeilnehmerInnen befähigen, eigenständig filmische Dokumentationen zu erstellen

 

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar ist auf maximal 12 TeilnehmerInnen beschränkt. Anmeldung bei Frau Gittner im Raum HG 250.

Hinweise zum Blockseminar: Termine werden per Aushang und auf der Website des Lehrstuhls (Schiffauer) angekündigt.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme und Herstellung eines 3-minütigen Übungsfilms.

 

 

Barbara Wolbert

Fotografie und Migration

8 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung // GS Typ C

Blockseminar, Ort: AM 204, Veranstaltungsbeginn: 07.04.06

 

Dieser Kurs im Schnittfeld von Visueller Anthropologie und Migrationsforschung untersucht Familienfotos im Kontext von Migrationprozessen. Fotos von Immigranten erlauben nicht nur Einsichten in deren Lebensverhältnisse und Lebensgeschichten. Die Praktiken des Sammelns, Rahmens und Ausstellens dieser Fotos erlauben es uns auch, Identifikationsprozesse nachfolgender Generationen genauer zu betrachten und darüber das soziale und politische Erbe einer (bzw. einer ersten) Migrantengeneration zu studieren. Indem wir frühe Fotografien aus Sammlungen von Immigranten mit neueren Praktiken des Fotografierens und der visuellen Kommunikation und Selbstrepräsentation vergleichen, können wir darüber hinaus besser verstehen, wie sich mit der Zeit deren Vorstellung vom eigenen Ort und von der Migration verändert haben. Pressefotos und andere öffentlich verbreitete Fotos von Migranten können als ein Schlüssel zu den in der Öffentlichkeit einer bestimmten Zeit herrschenden Vorstellungen von Migranten benutzt werden. Familienfotos gegenübergestellt, lassen sich daran politisch einflussreiche Konzepte von Migration und Migranten-Communities herausarbeiten. Mit dem Blick auf die Praktiken visueller Kommunikation von Migranten können wir außerdem diskutieren, wie über Bilder soziale Zugehörigkeit im Migrantenkontext – und damit „Lokalität“ – hergestellt wird. Dieser Kurs stützt sich auf die Analyse von Bildern, auf die Diskussion theoretischer texte und auf studentische fallstudien, die wiederum Familienfotos (i.w.S.) und deren sozialen Gebrauch thematisieren. Individuelle geplante, intensive Kurzzeitfeldforschungen, die mit dem Studium der Literatur verbunden werden, sollen Grundlage der Seminararbeit werden.

 

Literatur: Die verbindliche Seminarlektüre (Text von Arjun Appadurai, Roland Barthes, John Berger, Pierre Bourdieu, Richard Chalfen, Marianne Hirsch, Annette Kuhn, Liz Wells u.a.)wird ab Montag, 3.4. in der Bibliothek (Semesterapparat) einzusehen und als Reader beim „Kopier-Fitzen“ erhältlich sein.

Neben der Lektüre werden wir private Fotos, Pressefotos, Buchillustrationen, Abbildungen in Ausstellungskatalogen, Webefotos und Bilder aus dem Internet und Videos benutzen.

Die Bilder sind zum Teil in dem Reader zu finden oder sie werden von der Seminarleiterin und den Teilnehmern zu einzelnen Lehreinheiten mitgebracht.

Hinweise zur Veranstaltung: Die Veranstaltung ist auf 25 TN begrenzt. Semesterplan und Anmeldung bei Frau Gittner (HG Raum 259).

Hinweise zum Blockseminar: Vorbesprechung: Fr.07.04.06 (11-13 Uhr). 4 Blockseminare: Freitag, den 21.04., 28.04.,05.05. und 30.6. jeweils von 11-13 und 14-18 Uhr.: obligatorische Sprechstundentermine (nach Verabredung)

Leistungsnachweis: Die Benotung des Semiarscheins setzt sich zusammen aus: a) schriftlichen Arbeiten, insges. 16 Seiten (Kurzessay, 2-4 Seiten und Hausarbeit, 12-14 Seiten): 60%; b) mündlichen Kurzpräsentationen (ein Kommentar ): Sonderkredit.

 

 

 

 

Weitere Veranstaltungen der Kulturwissenschaftlichen Fakultät zur Empfehlung:

 

 

Asendorf , Christophe

Fotografie: Geschichte-Programmatik-Ästhetik

7 ECTS

Seminar: BA, Kulturgeschichte-Einführung// GS Typ B

Dienstag, 11:15-12:45, Ort : GD 203, Veranstaltungsbeginn: 04.04.06

 

Drüeke, Ricarda/Schulz Axel

Zivilgesellschaft und Neue Medien

7 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Einführung//GS Typ A

Donnerstag, 09:15-10:45, Ort : GD 06; Veranstaltungsbeginn: 06.04.06

 

Haverkamp, Anselm

Kleine Geschichte der Photographie

9 ECTS

Vorlesung: MA, Literaturwissenschaft//HS, Rhetorik-Ästhetik-Hermeneutik

Mittwoch, 14:15 – 15:45 Uhr, Ort: GD 07, Veranstaltungsbeginn: 05.04.06

 

Konitzer, Werner

Die Filmtheorie von Gilles Deleuze, 1. Teil: Das Bewegungsbild

9 ECTS

Seminar: MA; Historizität und Medialität/Wissen-Kommunikation-Gesellschaft //HS

Blockseminar, Ort: AM 103, Veranstaltungsbeginn: 23.06.06

 

Macgilchrist, Felicitas

Media Worlds: Introduction to Discourse Analysis

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung/ Linguistik-Vertiefung // GS Typ B

Blockseminar, Ort: Ort: AM 203, Veranstaltungsbeginn: 07.04.06

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Im Wintersemester 2005/2006

 

Barbara Keifenheim

Filmprojektentwicklung

9 ECTS

Seminar: MA, Stadt – Region – Kultur // HS

Mittwoch, 11:15 - 14:45 Uhr, Ort: AM K013, Veranstaltungsbeginn: 19.10.05

 

Das Seminar bietet Studierenden eine umfassende inhaltlich-konzeptuelle und filmgestalterische Betreuung, die ein kultur- und sozialanthropologisch relevantes Filmprojekt durchführen wollen und dazu bereits die technischen Vorkenntnisse besitzen.

Ebenso werden in Eigeninitiative begonnene Arbeiten betreut.

Insbesondere sind auch diejenigen Studierenden angesprochen, die ihre schriftliche Abschlussarbeit durch ein Filmdokument ergänzen möchten.

 

Teilnahmevoraussetzungen: maximal 12 TeilnehmerInnen, schriftliche Bewerbung erforderlich.

Leistungsnachweis: Fertigstellung eines Films und schriftliche Arbeit über die kulturwissenschaftlichen Dimensionen des Filmprojekts.

 

 

Barbara Keifenheim

Migration und Medialität 1

9 ECTS

Seminar: MA, Sozialwissenschaften // HS, Soziale Bewegungen – Institutionen – Kulturelle Orientierungen

Dienstag, 16:15 - 17:45 Uhr, GD 04, Veranstaltungsbeginn: 18.10.05

MES

 

Das Seminar eröffnet einen Zyklus, dessen Fokus auf unterschiedlichen Formen von Migration und Medialität liegt. Im Wintersemester geht es um die Vertreibung und Umsiedlung von Polen und Deutschen als Folge des Zweiten Weltkrieges.

Mit der EU Erweiterung und der damit einhergehenden Neuakzentuierung und Entpolarisierung des deutsch-polnischen Verhältnisses entsteht ein politisches Klima, in dem die mediale Auseinandersetzung mit historischen Tabuthemen wie dem der Vertreibung und Umsiedlung gefordert und gefördert wird.

Im Seminar sollen unterschiedliche lokale, regionale und nationale Darstellungen von Erinnerungs- und Aufarbeitungsversuchen im deutsch-polnischen Grenzgebiet analysiert werden.

Welcher Bild- und Sprachmittel bedienen sie sich? Welche Deutungsmuster werden transportiert?

Wie werden die Jahrzehnte des Schweigens behandelt?

Welche Zukunftsbilder werden mit welchem normativen Anspruch konstruiert?

 

Teilnahmevoraussetzungen: Grundkenntnisse der wichtigsten Wissenschaftsdebatten in den Bereichen Gedächtniskultur und Migration.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit

 

 

Barbara Keifenheim

Reenacting Memory

Methodenseminar für Fortgeschrittene

9 ECTS

Seminar: MA, Sozialwissenschaften // HS, Soziale Bewegungen – Institutionen – Kulturelle Orientierungen

Dienstag, 11:15 - 14:45 Uhr, GD 04, Veranstaltungsbeginn: 18.10.05

 

Das Seminar ist als Projekt konzipiert.

Frankfurter BürgerInnen werden über einen Zeitraum von 2 bis 3 Wochen leer stehende Wohnungen jeweils mit Einrichtungs- und Dekorationsobjekten der 50er, 60er und 70er Jahre möblieren.

Die SeminarteilnehmerInnen werden methodisch vorbereitet, dieses Ereignis als Auslöser für einen interaktiv-dialogischen Zugang zum Untersuchungsfeld „Erinnerung und Gedächtnis“ zu nutzen.

 

Teilnahmevoraussetzungen: Grundkenntnisse der wichtigsten Wissenschaftsdebatten im Bereich Gedächtnis und Erinnerung; Erfahrung mit qualitativen Recherchenmethoden

Hinweise zur Veranstaltung: Maximal 20 TeilnehmerInnen

Leistungsnachweis: Schriftliche Analyse der Forschungsergebnisse, auf Wunsch auch ergänzende fotografische oder filmische Dokumentation.

 

 

Manfred Krüger

Einführung in Kamera-, Ton- und Schnittechnik

BA und MA Seminar für praxisrelevante Fertigkeiten

4 ECTS (BA) – 8 ECTS (MA)

Blockseminar, Termine werden per Aushang und auf der Website des Lehrstuhls angekündigt.

Veranstaltungsort: AM 138

 

Das Seminar bietet eine gründliche technische Einführung und soll die TeilnehmerInnen befähigen, eigenständig filmische Dokumentationen zu erstellen.

 

Teilnahmevoraussetzungen: Schriftliche Anmeldung

Hinweise zur Veranstaltung: maximal 12 TeilnehmerInnen

Leistungsnachweis: Regelnäßige Teilnahme und Herstellung eines 3-minütigen Übungsfilms.

 

 

Jost Listemann

Film als Technik der Macht

8 ECTS

4 ECTS (BA) – 8 ECTS (MA)

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung / Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B

Dienstag, 14-tägig oder Blockveranstaltung, 14:15 - 17:45 Uhr, GD 311 Veranstaltungsbeginn: 18.10.05

 

Seit über hundert Jahren prägt der nicht-fiktionale Film die Wahrnehmung gesellschaftlicher und kultureller Prozesse in Deutschland entscheidend mit.

Das Seminar untersucht mit historischen und aktuellen Filmbeispielen den Zusammenhang zwischen der technischen Entwicklung, dem Einsatz gesellschaftlicher Ressourcen und dem kreativen Umgang mit einem der zentralen Medien der Gegenwart.

Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Abhängigkeitsverhältnis von Technik, Macht und Kreativität.

 

Hinweise zur Veranstaltung: Begrenzte Teilnehmerzahl auf 40, um Anmeldung im LS Prof. Schiffauer wird gebeten.

Hinweise zum Blockseminar: Einführung: 18.10.2005 (14 Uhr) GD 311

Leistungsnachweis: Hausarbeit

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“

Im Sommersemester 2005

 

Goel, Urmila

Migration und Film / Migration and Film

Selbstdarstellungen der zweiten Generation / Self–representations of the second generation

8 ECTS Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B

Dienstag, 17:00 - 19:15 Uhr, Ort: AM 202, Veranstaltungsbeginn: 12.04.05

 

MigrantInnen der zweiten Generation sind Menschen, deren Eltern gewandert sind und die daher als Angehörige einer ethnischen Minderheit an ihrem Wohnort aufwachsen.

Sie sind anders als ihre Eltern und anders als die Mehrheitsgesellschaft. Auf Basis dieser Differenzen entwickeln sie ihre eigenen hybriden Identitäten.

Immer mehr treten sie selber an die Öffentlichkeit, setzten den Fremddefinitionen ihre eigene Sicht der Dinge entgegen.

Im Seminar analysieren wir anhand von Filmen aus Großbritannien und Deutschland, wie Mitglieder der zweiten Generation ihre spezifischen Situationen darstellen.

Die Analyse bezieht sich dabei vor allem auf den Kontext Migration und weniger auf das Medium Film.

 

[Second generation migrants are not migrants themselves.

Their parents migrated and thus they were brought up as members of an ethnic minority.

Second generation migrants are different from their parents and different from the host society.

From this double otherness hybrid identities are developing, which are increasingly displayed intentionally in public.

In the seminar we will discuss how this is done in films from Great Britain and Germany.

We will do this on the basis of theories on migration.]

 

Literatur: und weitere Hinweise zur Veranstaltung auf www.urmila.de/viadrina

Teilnahmevoraussetzungen: Vorkenntnisse zu Migration, ethnische Identität. [Knowledge about migration, ethnic identity.]

Leistungsnachweis: Hausarbeit

Sprache: Das Seminar ist zweisprachig Englisch und Deutsch. Alle Studierende müssen beide Sprachen passiv und eine aktiv beherrschen.

The seminar is conducted in English and German.

All students must know both languages passively and one actively

 

 

Keifenheim, Barbara

Filmprojektentwicklung, Teil II

Herstellung der Abschlussfilme und Auswertung der Recherchen

9 ECTS Seminar: MA, Soziale Bewegungen – Institutionen – Kulturelle Orientierungen / Stadt – Region – Kultur // HS

Mittwoch, 11:15 - 14:45 Uhr, Ort: AM K13, Veranstaltungsbeginn: 13.04.05

 

Im Sommersemester werden die 4 Recherchen- und Filmteams des Winter-Seminars ihre in der polnisch-deutschen Grenzregion begonnenen Arbeiten in doppelter Form zum Abschluss bringen.

Einerseits geht es jeweils um die Fertigstellung eines Dokumentarfilms, andererseits werden die Ergebnisse der qualitativen Recherchen in einem schriftlichen Bericht vorgestellt und reflektiert.

 

Teilnahmevoraussetzungen: Teilnahme an diesem Seminar im WS 05/05

Hinweise zur Veranstaltung: Es können keine neuen TeilnehmerInnen aufgenommen werden.

InteressentInnen haben die Möglichkeit, sich für das im WS neu startende zweisemestrige Programm zu bewerben unter anthro@euv-frankfurt-o.de.

 

 

Keifenheim, Barbara

Bildmedien und die Konstruktion von Gedächtnis

8 bzw. 9 ECTS Seminar: BA: Sozialwissenschaften-Vertiefung / MA: Sozialwissenschaften

Blockseminar, Ort: FB K013, Veranstaltungsbeginn: 12.04.05

 

Thematischer Schwerpunkt des Seminars ist die Darstellung der deutsch-polnischen Grenze in den DEFA Wochenschauen.

Das Seminar ist projektorientiert angelegt. In einem ersten Teil geht es um die Aufarbeitung wissenschaftlicher Ansätze zum Thema „Erinnerung und Gedächtnis“ und die Einführung in bildgestützte Forschungsmethoden.

Im zweiten Teil werden die Berichte der DEFA Wochenschauen gesichtet, die sich mit Frankfurt/Oder beschäftigen.

Nach diesen vorbereitenden Schritten werden die Studierenden vor Ort Untersuchungen mit Zeitzeugen durchführen.

 

Literatur: Ein Reader wird zu Semesterbeginn verteilt.

Hinweise zum Blockseminar: Vorbesprechung am Dienstag, den 12.04.05 (16:00 Uhr).

Leistungsnachweis: Regelmäßige Anwesenheit und ein schriftlicher Forschungsbericht

 

 

Listemann, Jost

Film als Technik der Macht

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B

Dienstag, 14-tägig, 16:15 - 17:45 Uhr, Ort: GD 305, Veranstaltungsbeginn: 12.04.05

 

Seit über hundert Jahren prägt der nicht-fiktionale Film die Wahrnehmung gesellschaftlicher und kultureller Prozesse in Deutschland entscheidend mit.

Das Seminar untersucht mit historischen und aktuellen Filmbeispielen den Zusammenhang zwischen der technischen Entwicklung, dem Einsatz gesellschaftlicher Ressourcen und dem kreativen Umgang mit einem der zentralen Medien der Gegenwart.

Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Abhängigkeitsverhältnis von Technik, Macht und Kreativität.

 

Hinweise zur Veranstaltung: Eventuell mit Blockphase, nähere Informationen in der ersten Sitzung.

Leistungsnachweis: Hausarbeit.

 

 

Wolbert, Barbara

Fotografie und Migration

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung // GS Typ B

Mittwoch, 14-tägig, 11:15 - 15:45 Uhr, Ort: GD 205, Veranstaltungsbeginn: 13.04.05

 

Diese Seminarveranstaltung verbindet Fragen der Visuellen Anthropologie und der Migrationsforschung miteinander. Im Zentrum stehen Fotografien, die im Kontext von Migrationsprozessen entstanden sind, die im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Migrationserlebnissen stehen oder die Teil der visuellen Kommunikation von Migranten sind. Familienfotos von Immigranten werden ebenso wie veröffentlichte und professionelle Fotografien zum Gegenstand von Analysen gemacht. Solche Bilder werden in Bezug gesetzt zu Narrationen von Migranten, zu politisch einflussreichen Konzepten von Migration, zur Bildung von Migrantengenerationen und zur visuellen Konstruktion von – realen und virtuellen – Nachbarschaften. Es geht also um den Zusammenhang von Raum, Zeit und Medien. Die Veranstaltung soll die Studierenden befähigen, selbst eine Fallstudie zu diesem Themenkomplex durchzuführen. Die Arbeitserfahrungen der Studierenden sollen wiederum in das Seminar einfließen.

 

Literatur: Für die Teilnehmer des Seminars wird ein Reader zusammengestellt, der unter anderem Texte aus Büchern von Roland Barthes („Camera Lucida“/“Die helle Kammer“), John Berger („About Looking“/„Das Leben der Bilder oder die Kunst des Sehens“) und Pierre Bourdieu („Photography. A Middle-Brow Art“/“Eine illegitime Kunst. Die sozialen Gebrauchsweisen der Photographie“) enthält.

Teilnahmevoraussetzungen: Da die Teilnehmerzahl (auf max. 25) begrenzt ist, wird um Voranmeldung gebeten. Anmeldungsfrist: 1.-8..4. Raum 250 im Hauptgebäude, Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie.

Hinweise zur Veranstaltung: Regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung, gründliche Vorbereitung auf die Seminarsitzungen und aktive Teilnahme an den Seminardiskussionen wird von allen Seminarteilnehmern erwartet. Neben Kurzreferaten, kleinen Tests zur Lektüre und kleinen schriftlichen Aufgaben, die die Vorbereitung auf die Sitzungen und die Beteiligung der Studierenden unterstützen sollen, wird von den Studierenden erwartet, daß sie eine Hausarbeit anfertigen, die am Ende des Semesters einzureichen sein wird.

Diese Hausarbeit basiert auf einer Fallstudie, die jeder Student und jede Studentin während des Semesters durchführt. Das Semesterprogramm wird ebenso wie Informationen zur Lektüre, zu den Fallstudien der Studierenden und zu der Lektüre in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Leistungsnachweis: Die Endnote des Leistungsnachweises setzt sich zusammen aus der Beurteilung der Beteiligung am Seminar, dem Resultat kleinerer schriftlicher und mündlicher Aufgaben sowie aus der Note der Hausarbeit.

Sprache: Deutsch (evtl. auf studentischen Wunsch Englisch)

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm "Visuelle Anthropologie"

Im Wintersemester 2004/2005

 

Barbara Keifenheim

Filmprojektentwicklung. Teil 1: Kameragestützte Feldforschung

9 ECTS

Seminar: BA, MA, Stadt-Region-Kultur//HS

Mittwoch,15 Uhr, Ort GD 312, Veranstaltungsbeginn: 13.10.04

 

Das Seminar eröffnet ein zweisemestriges, praxisbezogenes Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“, welches die Herstellung studentischer Filmdokumente zum Ziel hat. In den Wintersemestern geht es vor allem um die Themenfindung - speziell die Erarbeitung der jeweiligen kultur- und sozialanthropologischen Dimensionen - sowie die theoretische und praktische Anleitung zu kameragestützten Recherchen.

In den Sommersemestern stehen Dreharbeiten und Fertigstellung der Filme auf dem Programm.

 

Leistungsnachweis Teil 1: Schriftliche Darstellung der kultur- und sozialanthropologisch relevanten Aspekte des gewählten Filmthemas sowie ein Bericht über den Recherchenprozess.

Teilnahmevoraussetzung: Teilnahme am gesamten Schwerpunktprogramm, möglichst Grundkenntnisse im Umgang mit Videokameras und die Bereitschaft, Recherche und Filmarbeit in der deutsch-polnischen Grenzregion durchzuführen. Eine schriftliche Bewerbung und die Vorlage eines Kurzinterviews (möglichst Tonband- oder Kameraaufnahme, zur Not auch ein Gesprächsprotokoll) sind erforderlich.

Teilnahmebegrenzung: maximal 12 TeilnehmerInnen.

 

 

Jost Listemann und Barbara Keifenheim

Die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf die Herstellungs- und Produktionsbedingungen von Filmen

Vortragsreihe

 

Ein Vortrag pro Monat, Termine werden per Aushang bekannt gegeben.

 

 

Verweise auf themenrelevante Veranstaltungen der kulturwissenschaftlichen Fakultät:

 

Anna Bergmann

Die Darstellung von Gewalt in Männlichkeitsbildern der westlichen Medienberichterstattung über den Afghanistan- und Irakkrieg

ECTS

Seminar: MA, Kulturgeschichte/Wissen-Kommunikation-Gesellschaft//HS

Blockseminar, Ort: GD 102, Veranstaltungsbeginn: 21.10.04

 

Die in Reaktion auf die Ereignisse des 11. Septembers 2001 geführten Kriege in Afghanistan und im Irak haben Fragen nach der medialen Darstellung von Gewalt erneut aufgeworfen.

Die allgemein zu beobachtende Tendenz des Fernsehens, Informationsangebote mit Unterhaltungselementen anzureichern, erlangte in de Darstellung des 11. Septembers und den Kriegsberichterstattungen über den Afghanistan- und Irakkrieg einen Höhepunkt.

Das Phänomen der zum Konsum offerierten Gewalt- Schreck- und Todesbilder soll in dem Seminar anhand verschiedener Bild-, Fernseh- und Ritualtheorien beleuchtet werden.

Grundlegend für die Fragestellung des Seminars ist, dass Ordnungsstrukturen generell, erst recht solche, die Extremerfahrungen wie Gewalt, Schrecken und Tod erfassen und absichern sollen, nicht geschlechtsneutral codiert sind, vielmehr fungieren Geschlechtsentwürfe geradezu als kulturelle Ordnungsstützen und werfen einen Spiegel auf das Selbstverständnis einer Gesellschaft.

 

Literatur: Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution. Bd. 1. München 1956. Brunotte, Ulrike: Zwischen Eros und Krieg. Männerbund und Ritual in der Moderne. Berlin 2004. Cazeneuve, Jean: L’homme téléspectateur. /Homo telespectator). Paris 1974. George L. Mosse: Das Bild des Mannes. Zur Konstruktion der modernen Männlichkeit. Frankfurt/M. 1997. Sontag, Susan: Das Leiden anderer betrachten. München 2003. Thomas, Günter: Medien-Ritual-Religion. Zur religiösen Funktion des Fernsehens. Frankfurt/M. 1998.

Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme

Hinwiese zum Blockseminar: Vorbesprechung: 21.10.2004 – 16.00 Uhr Block: Do., 18.11.2004, Do., 25.11.2004, Do., 16.12.2004 (13-19 Uhr)

Leistungsnachweis: Referat und schriftliche Hausarbeit

 

 

Eva Horn

Was ist ein Medium?

9ECTS

Seminar: MA, Wissen – Kommunikation – Gesellschaft//HS

Mittwoch, 11:30 –13:00 Uhr, Ort: GD 07, Veranstaltungsbeginn: 13.10.04

 

Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, was ein Medium zum Medium macht. Wie funktionieren Medien? Welche technischen und anthropologischen Grundlagen hat dieses Funktionieren? Welche sozialen und kulturellen Wirkungen gehen von Medien aus? Wie lassen sich die Differenzen zwischen Medien beschrieben? Das Seminar bietet dabei einen einführenden Überblick über klassische und zeitgenössische Theorieansätze, u.a. McLuhan, Shannon/Weaver, Luhmann, Flusser, Serres, Benjamin, Debord, Kittler.

 

Literatur: Einen brauchbaren Überblick über einige der wichtigsten texte bietet: Claus Pias et al. (Hg.): Kursbuch Medienkultur, Stuttgart 1999

Leistungsnachweis: Hausarbeit

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm "Visuelle Anthropologie"

Im Sommersemester 2004

 

Barbara Keifenheim

„Text und Bild: Zum Wechselverhältnis von Visueller Anthropologie und Mainstream Anthropologie“

BA Vertiefung

 

Der ethnographische Film verstand seine Eigenständigkeit als Gegengewicht zu einer wortbeherrschten „mainstream“ Anthropologie.

Dennoch existierte er nie ohne den Dialog mit ihr.

Wir werden im Seminar historische Filmbeispiele untersuchen, die von sehr unterschiedlichen Facetten des wechselseitigen Verhältnisses zeugen. (…)

In der letzten Phase des Seminars beschäftigen wir uns kritisch mit dem aktuellen Verhältnis von visueller und allgemeiner Anthropologie und erörtern „Text“ und „Bild“ als Medien der Wissensproduktion.

 

 

Barbara Keifenheim

„Filmprojektentwicklung. Teil II: Herstellung der Abschlussfilme und Auswertung der Recherchen“

MA, Stadt - Region - Kultur

 

Im Sommersemester werden die 4 Recherchen- und Filmteams des Winter-Seminars ihre in der polnisch-deutschen Grenzregion begonnenen Arbeiten in doppelter Form zum Abschluss bringen.

Einerseits geht es jeweils um die Fertigstellung eines Dokumentarfilms, andererseits werden die Ergebnisse der qualitativen Recherchen in einem schriftlichen Bericht vorgestellt und reflektiert.

Es können keine neuen TeilnehmerInnen aufgenommen werden. InteressentInnen haben die Möglichkeit, sich für das im WS neu startende zweisemestrige Programm zu bewerben.

 

 

Urmila Goel

„Virtuelle Gemeinschaften : Soziale Identitäten im Internet“

BA Vertiefung

 

(…) Das Seminar beschäftigt sich mit der Bedeutung des virtuellen Raums für die Aushandlung sozialer Identität.

Ziel ist es zu analysieren, welche neuen Möglichkeiten und Qualitäten das Internet schafft, wie diese bereits Bestehendes ergänzen und ändern.

Dabei wird insbesondere die Rolle des Internets für marginalisierte Minderheiten, wie z.B. MigrantInnen oder Homosexuelle, betrachtet.

Der virtuelle Raum wird in seiner Beziehung zu physischen Räumen, dem Anspruch globaler Vernetzung und seiner lokalen Verankerung untersucht.

Den theoretischen Ausgangspunkt für die Diskussionen bietet die ethnographische Untersuchung des Internets durch Dan Miller und Don Slater sowie die psychologische Betrachtung von Internekommunikation durch Nicola Döring.

 

 

Barbara Wolbert

„Fotografie und Migration“

BA Vertiefung

 

Diese Seminarveranstaltung verbindet Fragen der Visuellen Anthropologie und der Migrationsforschung miteinander.

Im Zentrum stehen Fotografien, die im Kontext von Migrationsprozessen entstanden sind, die im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Migrationserlebnissen stehen oder die Teil der visuellen Kommunikation von Migranten sind.

Familienfotos von Immigranten werden ebenso wie veröffentlichte und professionelle Fotografien zum Gegenstand von Analysen gemacht.

Solche Bilder werden in Bezug gesetzt zu Narrationen von Migranten, zu politisch einflussreichen Konzepten von Migration, zur Bildung von Migrantengenerationen und zur visuellen Konstruktion von – realen und virtuellen – Nachbarschaften.

Es geht also um den Zusammenhang von Raum, Zeit und Medien. (…)

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm "Visuelle Anthropologie"

Im Wintersemester 2003/2004

 

Barbara Keifenheim

„Filmprojektentwicklung. Teil 1: Kameragestützte Feldforschung“

MA, Stadt - Region - Kultur

 

Das Seminar eröffnet ein zweisemestriges Schwerpunktprogramm „Visuelle Anthropologie“, welches in Zukunft regelmäßig angeboten werden soll und die Herstellung studentischer Filmdokumente zum Ziel hat.

In den Wintersemestern geht es vor allem um die Themenfindung - speziell die Erarbeitung der jeweiligen kultur- und sozialanthropologischen Dimensionen - sowie die theoretische und praktische Anleitung zu kameragestützten Recherchen.

In den Sommersemestern stehen Dreharbeiten und Fertigstellung der Filme auf dem Programm.(…)

Teilnahmebegrenzung: 12 TeilnehmerInnen (schriftliche Bewerbung erforderlich)

 

 

Barbara Keifenheim

„Visuelle Anthropologie: Vom Blicken und Zeigen“

BA - Modul 2b (Disziplin-Vertiefung) - Sozialwissenschaften

 

Ausgangsthese des Seminars ist, dass alle Formen von Visualisierung (…) kulturellen und gesellschaftlichen Codes folgen und entsprechend konstruiert, eingesetzt und benutzt werden.

Von daher lassen sich die Untersuchungsgegenstände des Visualisierens und des Visualisierten als komplementäre Formen der kulturellen und sozialen Praxis fassen.

Im Seminar werden die komplexen Wechselbeziehungen zwischen Blicken und Zeigen an drei historischen Beispielen des Visualisierens (Pranger, Völkerschauen, erste ethnographische Filme) eingehend untersucht.

 

 

Barbara Keifenheim

„Europäische Stadtentwicklungen und Geschichte der Sinneswahrnehmungen.“

BA - Modul 2b (Disziplin-Vertiefung) Sozialwissenschaften

 

Der Prozess der Urbanisierung als eines der großen Projekte der Moderne ist untrennbar mit der Neuorganisation der Leistungen der menschlichen Sinne, insbesondere des Gesichtssinns, verbunden.

Im Seminar soll der Prozess des Zurückdrängens nachhaltig etablierter Muster multisensorieller Stadterfahrung zugunsten des "urbanen Blicks" an Beispielen der städtischen Entwicklung in Deutschland und Frankreich analysiert werden.

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm "Visuelle Anthropologie"

Im Sommersemester 2003

 

Barbara Keifenheim

„Visuelle Anthropologie: Zur Konstruktion des Fremden im ethnographischen Film“

Seminar: MA, Soziale Bewegungen-Institutionen-Kulturelle Orientierungen

 

Ziel des Seminars ist es, langlebige Figuren des Fremden im ethnographischen Film zu erkennen und zu analysieren.

In der ersten Hälfte des Seminars wird exemplarisch vor den geschichtlichen, politischen und kulturellen Hintergründen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts die „Südseefaszination“ beleuchtet, die sich in der Repräsentation des exotischen Fremden in Fotografie und Film entscheidend niederschlug.

Danach werden ethnographischen Filmbeispiele aus unterschiedlichen Epochen des 20. Jahrhunderts auf weitere Spielarten der Fremdendarstellung untersucht.

 

 

Barbara Keifenheim

„Dokumentarfilmanalyse: Versteckte Diskurse hinter den Bildern“

Basiskolleg: Graduiertenstudium, Soziale Bewegungen-Institutionen-Kulturelle Orientierungen. Blockseminar.

 

Jede Filmherstellung findet in der Auseinandersetzung mit einem komplexen Beziehungs- und Spannungsfeld statt, als dessen Akteure unter anderem Produzenten, Filmer, Gefilmte und Zuschauer erkennbar werden.

Im Seminar sollen Dokumentarfilme daraufhin untersucht werden, ob und in welcher Weise sie Aufschluss über ihren "Produktionsprozess" geben.

Daran soll sich die grundsätzliche Debatte anschließen, inwieweit und in welcher Form Reflexivität als Kriterium und Postulat wissenschaftlicher Textproduktion auch in der filmisch-dokumentarischen Umsetzung verwirklicht werden kann.

 

 

 

 

Lehrangebote im Schwerpunktprogramm "Visuelle Anthropologie"

Im Wintersemester 2002/2003

 

Barbara Keifenheim

„Theoretische Grundlagen der Visuellen Anthropologie und aktuelle Fragestellungen“

BA Modul 2-3, Sozialwissen. Vertiefung

 

War der Begriff „Visuelle Anthropologie“ in den 70er Jahren kaum mehr als eine Umschreibung für das ethnographische Filmschaffen und die damit verbundene Diskussion filmästhetischer, ethischer und epistemologischer Probleme, so erfuhr die Frage nach dem Bild und der Bildlichkeit durch den Aufschwung der Videotechnologie und schließlich durch die digitale Revolution der 90er Jahre eine zunehmende Brisanz.

Die Visuelle Anthropologie überwand ihre ausschließliche Beschäftigung mit den Medien Photographie und Film und begann, lokale und zugleich medienübergreifende Bildtraditionen zu erforschen, ihre Fragestellungen an den Problemkreis geschichtlicher und kultureller Seh- und Wahrnehmungsdispositive anzubinden und die Komplexität der zunehmend medialen Konstruktion von Wirklichkeit zu untersuchen.

Im Seminar werden wir einschlägige Texte diskutieren, die diese Fortentwicklung sowohl widerspiegeln als auch mitbewirkt haben.

 

 

Barbara Keifenheim

„Die Konstruktion von filmischer Realität“

MA, Modul 1, Soziale Bewegungen

 

(…) Ziel des Seminars ist es, die Studierenden am Beispiel ethnographischer Filme mit den spezifischen Mitteln vertraut zu machen, die der Konstruktion von filmischer Realität zugrunde liegen.

 

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